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Ratten sind sehr intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere, die viel Abwechslung und Beschäftigung brauchen. Wie bei jedem anderen Haustier kann auch bei Ratten der Käfig nie groß genug sein.

Grundsätzliches
Ratten sind nachtaktive Tiere. Man darf sich also von rascheln oder quieken in der Nacht nicht stören lassen und muß sich darüber im klaren sein, daß man von seinen Tieren "erst" ab dem späten Nachmittag etwas hat. An sich sind Ratten recht leicht zu halten. Ein größerer Käfig (z.B. Papageienkäfig), ein geräumiges Schlafhaus und mehrere Ebenen reichen völlig aus. Als Polstermaterial für das Schlafhaus bevorzugen Ratten meistens Papierschnipsel aus alten Zeitungen. Der Käfig muß einmal in der Woche gereinigt werden, inklusive dem Freßnapf und der Nippeltränke. Man sollte den Tieren täglich Auslauf gönnen. Allerdings sollte man Stromkabel & Co (am besten auch Bettdecken, Kleider etc...) außer Reichweite bringen, weil Ratten eben Nagetiere sind. Wenn es in Fachbüchern auch heißt, daß Ratten nicht Stubenrein werden würden, habe ich da ganz andere Erfahrungen gemacht, man sollte eben den Käfig in Reichweite stellen.
Ratten sind perfekte Haustiere für Leute, die morgens keine Zeit haben und andere Tiere zu groß sind. Man muß sich aber im klaren sein, daß Ratten nicht alt werden und man sich aber trotzdem viel Zeit für sie nehmen muß, weil sie bei guter Behandlung eine enge Beziehung zu ihrem Menschen aufbauen.


Ratte soll Handzahm werden..
Viele Ratten haben keine Probleme mit den Menschen, sie sind uns schon gewöhnt. Jedoch bestätigt die Ausnahme die Regel, und dann probieren sie es einfach hiermit..

In den ersten Tagen, versuchst du am besten die Ratte auf dich aufmerksam zu machen, am besten funktioniert das, wenn du z.B. pfeiffst, oder mit Ihr sprichst, oder andere laute von dir gibst, bevor du den Käfig öffnest, oder um das Wasser oder Futter aufzufüllen.

Versuche nach ca. 2 - 3 Tagen die Ratte zu streicheln, und ev. etwas Futter anbieten, kann nicht schaden. Eventuell klappt es mit dem hochheben schon. Wenn nicht, warte noch einmal ein paar tage ab, und probiere das ganze nochmals.

Lass die Ratte an dir schnuppern, sie gewöhnt sich schnell an dich. Ratten sehen nicht sehr gut, dafür riechen und höhren sie umso mehr


Rattenhaltung - 10 Goldene Regeln (Tipps)

Richtig glücklich sind Ratten nur in Gesellschaft von Artgenossen. Deshalb halte am besten von Anfang an zwei gleich geschlechtliche Tiere.

Spreche vom ersten Tag an viel mit den Tieren.

Heb eine Ratte nie am Schwanz hoch. Fasse sie mit zwei Fingern unter die Brust und leg den Daumen auf den Rücken. Grössere Tiere werden zusätzlich mit der anderen Hand unter dem Hinterteil abgestützt.

Kinder drücken Ratten wenn sie, sie herumtragen wollen, mit beiden Händen sanft an ihre Brust oder setzen sie auf die Schulter.

Ratten sind bewegungsfreudig und wissbergierig. Setze ihnen keine zu enge Grenzen beim Auslauf - selbstverständlich nur in einer Rattensicher gemachten Umgebung.

Viele Ratten werden nie Stubenrein, weder im Käfig noch beim Herumtoben in der Wohnung. Nehme das unvermeidliche kleine Mißgeschick nicht tragisch.

Schreien und Schelten versetzt die Sensiblen, sehr geräuschempfindlichen Tiere nur in Panik. Vermeide jeden unnötigen Lärm.

Sorge dafür, daß die Tiere auch im Käfig viel Abwechslung haben und sich ausgiebig beschäftigen können.

Ratten sind Häppchenesser. Sie verteilen die Mahlzeiten über alle 24 Stunden des Tages. Reste vom Grünfutter werden oft im Schlafhäuschen versteckt und vergammeln dort. Bitte regelmäßig kontrollieren.

Sorge für regelmäßigen Auslauf im Zimmer. Gefahrenquellen vorher beseitigen.


Käfigmindesgrösse
Für 2 Ratten muss der Käfig mindestens einem Volumen von einem halben Kubikmeter entsprechen (Bsp. 100 x 100 x 50 cm), was jedoch absolutes Minimum ist. Besser ist es natürlich, wenn er noch größer ist. Dieses Volumen kannst du auch erreichen, wenn du verschiedene mittelgroße Käfige zusammen baust. Frag auch in deinem Bekanntenkreis nach, oder sieh dich in Inseratenrubriken (Fundgrube) und Brockenhäusern um - viele Käfige stehen ungebraucht in Winden und Kellern.

Handelsübliche Käfige
Spezielle Rattenkäfige gibt es leider noch nicht zu kaufen. Von den handelsüblichen Gitterkäfigen können ganz große Chinchilla- oder Vogelvolieren verwendet werden, die allerdings sehr teuer sind und verschiedene Nachteile haben: sie sind nicht leicht zu reinigen, Etagen können nur schwer angebracht werden und der Zugang zu den Tieren ist durch die kleinen Türen erschwert. Zudem sind sie zu hell und luftig für die Haltung von Ratten, deshalb müssen sie zuerst noch abgedunkelt werden. Ratten wollen sich verkriechen können und lieben vor allem zum Schlafen die Dunkelheit. Im Bau wollen sie sich geschützt und sicher fühlen. Deshalb sollte das Dach, 2 Seiten (wenn möglich 3) mit dünnen Spanplatten verkleidet werden.

Anbauten
Zwei Käfige können seitlich, oder übereinander angebaut werden. Mit entsprechendem Werkzeug werden ca. 10 cm große Durchgänge geschnitten. Scharfe Kanten müssen dabei abgeschliffen werden, damit sich die Tiere nicht verletzen können. Bei seitlichen Anbauten eignen sich kleine Kanalisationsrohrstücke als Durchgänge. Bei übereinander gebauten Käfigen kann ein Loch (besser zwei) in die Plastikwanne des oberen Käfigs geschnitten werden. Empfehlenswert ist auch ein selbstgebauter Holzaufbau, der entsprechend der Dachöffnung der unteren Käfigs angefertigt werden kann.

Etageneinbau beim Gitterkäfig
Das Käfiginnere wird mit mehreren Holzbrettern in verschiedene Etagen und Wohnbereiche unterteilt (Schlaf-, Spiel-, Futter-. und Wühlbereich). Am besten eignen sich dazu beschichtete Spanplatten, die günstig in Do-it-yourself- Zentren gekauft werden können (Zuschnitt ist meist gratis). Sie sind leicht zu reinigen. Die maßgeschnittenen Bretter können mit geeigneten Schrauben (bsp. Winkelschrauben) am Gitter befestigt werden. Wichtig ist, dass die Befestigung sicher hält und keinen Lärm verursacht, wenn die Tiere auf den Brettern herumspringen. Mein Tipp: kleine Holzrechtecke durchbohren und diese von außen an die Etagenbretter schrauben. Die Gitter sind dabei fest geklemmt, so das die Bretter nicht wackeln können. Bei Reinigung des Käfiges können sie leicht entfernt und wieder angebracht werden.

Bereits vorhandenes Terrarium
Terrarien eignen sich nicht für die Rattenhaltung, da die Luft darin nicht genügend zirkulieren kann. Vor allem lieben Ratten es, am Gitter herummzuklettern, was im Terrarium nicht möglich ist. Möglich wäre aber, ein Terrarium als Buddelbereich zu verwenden und dieses mit einem Käfigaufbau zu erweitern.

Der richtige Käfigstandort
Der Käfig muss einen festen Platz in der Wohnung haben, geschützt vor Lärm, Rauch, Zugluft und anderen Gefahren für die Tiere. Normalerweise steht er in dem Zimmer, in dem auch der tägliche mehrstündige Auslauf gewährt wird. Natürlich muss auch das Zimmer vor Gefahren sicher sein: freiliegende Kabel, giftige Zimmerpflanzen, Isolationsspalten, konturierende Heimtiere (bsp. Katzen, Hunde), Gegenstände aus Plastik oder Glas müssen aus dem Zimmer entfernt werden. Für Ratten ist es am angenehmsten, mit dem Menschen auf gleicher Höhe zu sein Der Käfig sollte dementsprechend erhöht aufgestellt werden, mit Holzleisten als Abstieg. An einem untenstehenden Käfig vorbeizulaufen und auch das Von- oben- Hereingreifen verängstigt die Tiere.

Die idealste und günstigste Variante.
Aus einem umgebauten Schrank wird das ideale Rattenhaus

Am besten werden Kleider- oder Küchenschränke einfach und kostengünstig zum idealen Rattenkäfig umgebaut! Sie sind sehr leicht und schnell zu reinigen und auch für Kinder einfach zu pflegen. Beim misten und täglichen hantieren im Käfig können alle Flächen und Ebenen gut erreicht und vor allem Ecken schnell und gut gesäubert werden. Neue Etagen oder Einrichtungen können schnell und einfach angebracht werden. So erhält man auch einen optisch ansprechenden Rattenkäfig, der durch seine Größe eine wirklich artgerechte Haltung der Ratte ermöglicht: umso spannender wird dann natürlich auch das Beobachten der Tiere. Ein Schrank kann ideal der bestehenden Wohnungseinrichtung und dem vorhandenen Standortplatz angepasst werden. Ideale Schränke oder Kombinationen können in Möbelhäuser gekauft werden , am günstigsten finden sich geeignete Schränke natürlich in Brockenhäusern (ab 60 Fr.). Soll der Schrank beweglich sein, können unten entsprechende Rollen angeschraubt werden. Die Innenräume der Schranktüre werden ausgesägt und der Türrahmen mit Maschengitter bespannt. Beim schneiden des Maschengitters muss unbedingt darauf geachtet werden, dass spitze und scharfe Kanten abgefeilt werden. Das ganze Gitter kann mit Agraffen oder Polsternägel an das Holz genagelt werden. Je nach Holz können die Innenregale des Schrankes übernommen werden. Vorsicht ist geboten bei lackiertem oder gebeiztem Holz. Solche Platten kann man kostengünstig durch beschichtete Spanplatten ersetzen, die auch leicht zu reinigen sind. In diese Regalstücke können runde Auf- und Abgänge oder Eckstücke ausgesägt werden (Durchmesser ca. 10 cm). Über Häuschen oder Leitern gelangen die Ratten so von Etagen zu Etagen. Und natürlich können sie auch an der Gitterfront entlang klettern. Häufige Frage ist, ob Ratten die Holzschränke nicht in kurzer Zeit durchnagen. Wenn ihnen genügend Nagematerial zur Verfügung gestellt wird, nagen sie kaum am Käfig. Selbst wenn sie etwas an den Kanten nagen sollten, Können sie sich keinen Ausgang nagen.

Tipp zur Käfigreinigung
Käfige sollen nicht mit stark riechenden Chemikalien gereinigt werden, da die Tiere sie sonst stärker markieren. Am besten eignen sich Hundeshampoos, die sehr gut reinigen, desinfizieren und geruchlich gut akzeptiert werde.


Die richtige Einrichtung
Der Phantasie sind beim Käfigbau und bei der Einrichtung fast keine Grenzen gesetzt. Denk aber daran, dass der Käfig möglichst praktisch und abwechslungsreich für die Ratten sein soll. Mit etwas Bastelarbeit kann der Käfig ganz toll eingerichtet werden und die Ratten werden es auch bestimmt danken, in dem sie alles stets brauchen. Ganz wichtig ist, dass der Käfig vollständig eingerichtet ist, BEVOR die Ratten einziehen. Es beruhigt sie und erweckt ihr vertauen, wenn alles, inklusive Futter und Trinken, schon bereit steht. Müssen nach ihrem Einzug noch Reparaturen oder Umbauten vorgenommen werden, verunsichert das die Tiere. Der Käfig soll möglichst Tiergerecht und abwechslungsreich eingerichtet und in verschiedene Wohnbereich unterteilt sein. Zur ständigen Käfigeinrichtung gehören:

verschiedene Etagen (ganze oder Unterteilte Flächenelemente)

Buddelkiste mit Einstreu

Unterschlupf- und Rückzugsmöglichkeiten (Häuschen, Korkröhren, Hängematten etc.)

Nage- und Beschäftigungsmöglichkeiten

Nistmaterial (Zeitungsschnipsel, Tücher, WC- und Haushaltpier, Holzwolle etc.)

Klettermöglichkeiten (Leitern, Korkröhren, Äste, Kanalisationsrohre etc.)

Frisches Trinkwasser in offenen Schalen oder Trinkflaschen


Körnerfutter
Gilt als Grundnahrung. Die Toilette besteht aus einem Keramiktopf oder einer Schale, die 2 bis3 cm mit Vogelsand gefüllt wird. Die reinlichen Ratten benützen sie meist sehr gerne, was uns natürlich viel Arbeit spart. Ebenso das Wasserbad: Ratten baden und waschen sich gerne. An einer entsprechend gefüllten Schale können sie sich vergnügen, einige Ratten tauchen gar mit dem ganzen Kopf hinein. Auf keinen Fall sollten Gegenstände aus Plastik angeboten werden, da sie von den Ratten angenagt und dann eine Verletzungsgefahr darstellen. Auch Laufräder, wie sie für Hamster verkauft werden, sind für Ratten nicht nur ungeeignet, sondern können zu schweren Verletzungen führen. Vieles eignet sich als Nagermaterial: Holz, Äste, hartes Vollkornbrot, Nagerstengel, Kolbenhirse, Mineralsteine (mit eingegossenen Kroketten), diverse Nagermaterialien sind im Zoofachhandel erhältlich. Hängematten sind sehr beliebte Schlafplätze, die an verschiedenen Orten einfach aufgehängt werden können. Mit kleinen Schraubhaken werden die Ecken an der Decke oder an den Wänden befestigt. Am Gitter werden die Stoffdecken von außen verknoten oder mit Wäscheklammern befestigt Tücher sind die beliebtesten Auspolsterung der Schlafplätze und Häuschen, wie man beobachten kann. Gewaschen können sie weiterverwendet werden und spart Abfall. Korkröhren und -Tunnels sind in der Anschaffung zwar etwas teuer (Preisvergleiche lohnen sich), halten dafür über sehr lange Zeit und können mit heißem Wasser leicht gereinigt werden. Neu gekauft sollten sie besonders gründlich gereinigt werden (bsp. Moos entfernen). Sie kühlen bzw. wärmen je nach Situation. Und besonders die waagrecht aufgehängten Röhren sind sehr beliebt. Aufgehängte Körbe werden, gefüllt mit Tüchern, zu einem beliebten Spiel- und Schlafplatz. Das Nistmaterial kann aus Stroh, Zeitungsschnipsel (die Druckerschwärze ist heut unproblematisch), WC - oder Haushaltpapier, Holzwolle, Stofffetzen und vielem mehr bestehen Schlafhäuschen aus Holz gibt es in fast allen verschiedenen Größen und Sorten. Tonhäuschen sind leicht zu reinigen und können nicht angenagt werden. Äste eignen sich zum klettern und nagen. Je nach Rindenoberfläche können sie mit Seilen ( bsp. Hanfschnur) umwickelt werden, damit die Rattenpfötchen besser Halt finden. Als Einstreu hat sich Waldbodenstreu (Petfix, Amora, Woody etc.) bewährt. Es wird von Ratten auch gerne angenagt, riecht angenehm nach Wald, ist saugfähig und kompostierbar. Ebenfalls zu empfehlen ist Stroh, besonders wenn Ratten darin noch ganze Weizenhalme finden und aufknacken. Ungeeignet sind Hobelspäne und Heu. Beides verursacht bei Ratten häufig Atemwegbeschwerden (Staubbelastung und Heuschnupfen) und durch das Heu werden Milben eingeschleppt. Deshalb ist von beidem dringend abzuraten.

Katzengras und Nagerwiese als Spielplatz
Besonders beliebt ist dabei die Erde. Es soll aber gereinigte Zimmerpflanzenerde sein, die häufig gewechselt wird.

einen teil der Angaben stammen von: © by www.rattenclub.ch