Hamsterratten sollen Afrika von der Landminenplage erlösen. Die Nagetiere spüren mit ihrer feinen Nase den Sprengstoff mühelos auf. Sie sind leicht und lösen deshalb den Minenzünder nicht aus. In Tansania werden die Tiere für den Einsatz im Feld trainiert. Alle 20 Minuten wird irgendwo auf der Welt ein Mensch durch Minen getötet oder verletzt.
Es sind meistens Zivilisten, Bauern oder spielende Kinder, die auf Minen treten. Der afrikanische Kontinent ist der am schlimmsten mit Landminen verseuchte Kontinent Deshalb findet nun auch erstmals die UN- Landminen Konferenz in Nairobi statt. In Afrika leben schätzungsweise 140 Millionen Menschen in verminten Gebieten, 40 Millionen Minen müssten entschärft werden. Doch den meisten Ländern fehlen die Mittel.
Jedes Jahr werden 12.000 weitere Menschen in Afrika von Minen getötet oder schwer verletzt. Bislang haben sich die internationalen Anstrengung vor allem auf das Verbot der Herstellung von Minen und deren Weiterverbreitung konzentriert. "Afrikanische Regierungen und deren Partner tun immer noch nicht genug, um die Minen aus dem Boden zu holen." So der Organisator der Landminen-Konferenz in Nairobi, der österreichische Botschafter Wolfgang Petritsch.
Ein kleines europäisch-afrikanisches Forscherteam in Tansania, ist deshalb seit nunmehr 14 Jahren auf dem unbeirrbaren Weg, afrikanische Hamsterratten als Minenschnüffelhunde auszubilden. Eine billige und sichere Suchmethode von Landminen. Die ersten Ratten sind nun in Mocambique eingesetzt worden. Der Andrang ist groß. Nur langsam kommt das kleine Forscherteam mit der Ausbildung neuer Ratten hinterher.